Blog für Kennzeichnungstechnik und Systeme

Die Qualität im Blick - manroland sheetfed und REA JET realisieren Bogennummerierung

Hersteller und Betreiber von Offset Druckmaschinen stehen im harten Wettbewerb. Neben der Qualität und Produktivität der Anlagen gewinnt die kundenspezifische Konfiguration rasant an Bedeutung. Der Druckmaschinenhersteller manroland sheetfed bietet daher gezielt die individuelle, bedarfsgerechte Nachrüstung von Maschinen an, um deren Flexibilität zu erhöhen. Für einen internationalen Verpackungsproduzenten wurde jetzt gemeinsam mit REA JET eine Bogennummerierung mit dem Ziel der automatisierten Qualitätskontrolle realisiert.

Das sogenannte Inline Numbering wurde als optionale Ausstattung für eine Roland 700 HiPrint entwickelt und kann in alle Modelle der 700er Baureihe integriert werden. manroland offeriert Kunden die individuelle Anpassung von Maschinen aus einer Hand und holte für das aktuelle Projekt mit REA JET einen erfahrenen Partner mit an Bord, der sich seit mehr als 30 Jahren als Spezialist für industrielle Kennzeichnung am Markt etabliert hat. „Zusammen mit REA haben wir eine Lösung gefunden, die dem Kunden die lückenlose Rückverfolgung der Produktion ermöglicht und damit das Investitionsgut Druckmaschine weiter aufwertet“ beschreibt Dr. Holger Wiese, Head of Research bei manroland die konstruktive Kooperation.

Durchgängige Kennzeichnung

Die Bogennummerierung in Verbindung mit dem ROLAND InlineInspector 2.0 ist eine interessante Alternative zur herkömmlichen Lösung, bei der Bögen stapelweise per Streifeneinschießgerät markiert werden. Beim Inline Numbering hingegen wird zur Qualitätskontrolle jeder einzelne Bogen mit einer unverlierbaren Seriennummer gekennzeichnet, anhand der er jederzeit rückverfolgt werden kann. Bei Abweichungen vom vorgegebenen Druckmuster kann der betreffende Bogen daher problemlos identifiziert, separiert und entfernt werden.


Für diese Methode wurde der Thermo Tintenstrahldrucker REA JET HR in die Roland 700 integriert. Direkt am Anlagetisch werden die Bögen vereinzelt und dann jeweils am Rand mit einer fortlaufenden Nummer bedruckt. Die Signalgebung für die hochauflösende, berührungslose Kennzeichnung erfolgt per Lasersensor. Die Bogenzufuhr über den Digital-Eingang führt zur Druckauslösung für jeden einzelnen Bogen.

Kosten gesenkt – Produktivität gesteigert

Der InlineInspector 2.0 registriert und protokolliert mögliche Probleme, realisiert so eine durchgängige Kontrolle und macht den Druckvorgang transparent. Einzelne, fehlerhafte Bögen können anhand der vom REA JET HR generierten Seriennummer schnell lokalisiert und konsequent entfernt werden. Dies reduziert den Ausschuss und senkt die Kosten während die Qualität erhöht wird. Durch die Automatisierung wird außerdem die Produktivität gesteigert: Pro Stunde können 18.000 Bögen verarbeitet werden.


Der Anstoß für die Kombination von Bogennummerierung und Qualitätskontrolle kam durch eine Kundenanfrage. Am Anlagetisch herrscht jedoch Platzmangel, daher müssen die Schreibköpfe kompakt und flexibel positionierbar sein. Nach einer Testphase wurde schließlich erfolgreich der REA Inkjet Drucker gemeinsam mit dem Inspektionssystem implementiert.

Wartungsfreies System

Der kompakte REA JET HR überzeugte auf ganzer Linie, denn er konnte aufgrund des schmalen Designs und zahlreicher Schnittstellen problemlos integriert werden. Darüber hinaus entfallen störende Schläuche und der Schreibkopf kann bei Bedarf weggeklappt werden. Dank HP-Technologie ist das System wartungsfrei, verzichtet auf lösemittelhaltige Tinten und Verdünner und ist daher auch für sensible Branchen wie die Pharma- und Foodindustrie geeignet. Bei manroland freut man sich auch über die kurze Rüstzeit, den schnellen Kartuschenwechsel, das gute Preis-/Leistungsverhältnis und den sparsamen Tintenverbrauch: Mit einer Kartusche können 1,5 Millionen Bögen mit einer Auflösung von 150 dpi nummeriert werden.


Von Vorteil erwies sich auch die räumliche Nähe zu REA Elektronik, denn das Unternehmen hat wie manroland seinen Firmensitz in Hessen. Nachdem eine zeitliche Vorgabe einzuhalten war, stand man bei der Installation unter Zeitdruck. „REA zeigte sich sehr flexibel, wir profitierten von der kurzen Distanz und REA überzeugte auch in technischer Hinsicht“ kommentiert Dr. Wiese die erfolgreiche Zusammenarbeit. Perspektivisch wird REA daher auch bei weiteren Nachrüstungen sowie der Erstausstattung als gelistete Inline Kennzeichnungslösung erste Wahl sein.



Die Unternehmen:

Die manroland sheetfed GmbH mit Sitz in Offenbach am Main ist ein führender internationaler Hersteller von Offset-Druckmaschinen für den Akzidenz-, Verpackungs- und Verlagsdruck. Das Unternehmen wurde 1871 in Deutschland gegründet, ist einer der traditionsreichsten Druckmaschinenproduzenten und heute mit Niederlassungen in mehr als 40 Ländern weltweit präsent. Manroland Sheetfed GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der im Privatbesitz befindlichen britischen Langley Holdings plc., einem globalen Maschinenbaumischkonzern.


REA JET entwickelt und produziert Kennzeichnungs- und Codiersysteme für die industrielle Beschriftung. Zum Portfolio gehören Tintenstrahldrucker, Laser- und Signiersysteme, Etikettierlösungen sowie Tinten und Verbrauchsmittel. REA JET und der Hersteller von Code Prüfgeräten REA VERIFIER sind Geschäftsbereiche der REA Elektronik GmbH mit Sitz in Mühltal, nahe Frankfurt am Main. REA Elektronik wurde 1982 gegründet, ist inhabergeführt und beschäftigt über 300 Mitarbeiter (2014). Alle Produkte sind zu 100 Prozent made in Germany. 

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