AIT- und IUID-Kennzeichnung für die Verteidigungsindustrie und ihre Zulieferer
Bundeswehr-AIT nach TL A-0032 oder US-DoD-IUID nach MIL-STD-130: REA unterstützt Zulieferer beim Kennzeichnen von Versorgungsgütern, Verpackungen und technischen Komponenten sowie bei der Prüfung von Codequalität und Datenstruktur.
Welche Kennzeichnung benötigen Zulieferer der Verteidigungsindustrie?
Kennzeichnungsaufgabe klären | Anwendungen entdeckenOb Versorgungskarton, Ersatzteil oder technische Baugruppe: Welche Kennzeichnung erforderlich ist, hängt vom Produkt, dem Material, den Einsatzbedingungen und den vertraglichen Vorgaben ab.
Bei Verpackungen und Logistikeinheiten stehen häufig Artikel-, Chargen- und Logistikdaten im Vordergrund. Maschinen, Ersatzteile und technische Komponenten benötigen dagegen oft eindeutige Seriennummern und dauerhaft lesbare Markierungen.
REA unterstützt Zulieferer bei der Auswahl geeigneter Kennzeichnungs- und Prüftechnologien – von der Direktkennzeichnung und Etikettierung bis zur optischen Codeprüfung und Datenstrukturvalidierung.
Vier Anwendungsfelder – unterschiedliche Anforderungen
Kartons, Verpackungen und Transporteinheiten mit Artikel-, Chargen- und Logistikdaten kennzeichnen – für eine zuverlässige Identifikation entlang der Lieferkette.
Typische Anwendungen:
Kartonbeschriftung, Verpackungsetiketten, Palettenkennzeichnung, SSCC, Transportbehälter.
Unsere Lösungen: REA JET, REA LABEL, REA VERIFIER.
Chargen, Haltbarkeitsdaten und maschinenlesbare Codes auf Lebensmittelverpackungen aufbringen – abgestimmt auf Verpackungsmaterial, Produktionsgeschwindigkeit und Kennzeichnungsanforderungen.
Typische Anwendungen: MHD-Druck, Chargenkennzeichnung, Umkartonbeschriftung und Transportetiketten.
Unsere Lösungen: REA JET, REA LABEL, REA VERIFIER.
Seriennummern, Typenschilder und Data-Matrix-Codes ermöglichen die eindeutige Zuordnung von Maschinen und Ersatzteilen – auch bei langfristiger Nutzung, Wartung und Instandhaltung.
Typische Anwendungen: Seriennummern, Typenschilder, Data-Matrix-Codes, dauerhafte Bauteilkennzeichnung und Ersatzteilidentifikation.
Unsere Lösungen: REA LASER, REA LABEL, REA VERIFIER.
Metallteile und Baugruppen präzise und dauerhaft kennzeichnen – abgestimmt auf Material, Oberflächenbeschaffenheit und die geforderte Beständigkeit und Lesbarkeit.
Typische Anwendungen: Bauteilserialisierung, Direct Part Marking, Data-Matrix-Codes und Qualitätskennzeichnung.
Unsere Lösungen: REA LASER, REA VERIFIER.
Zwei Anforderungswelten: Bundeswehr-AIT/GS1 und US-DoD-IUID
Zulieferer der Verteidigungsindustrie müssen unterschiedliche Kennzeichnungsvorgaben berücksichtigen. Welche Anforderungen gelten, hängt vom jeweiligen Produkt, dem Anwendungsfall und den vertraglichen Vorgaben ab.
Was ist der Unterschied zwischen AIT und IUID?
- Bundeswehr-AIT/GS1 unterstützt die standardisierte Identifikation und Datenerfassung von Versorgungsgütern, Verpackungen und logistischen Einheiten.
- US-DoD-IUID dient der eindeutigen Identifikation bestimmter Einzelgegenstände über ihren Lebenszyklus hinweg.
Beide Anforderungswelten nutzen maschinenlesbare Codes. Sie unterscheiden sich jedoch hinsichtlich ihrer Zielsetzung, Identifikationssystematik und Kennzeichnungsvorgaben.
Bundeswehr: AIT, GS1 und TL A-0032
AIT steht für Automatische Identifikationstechnik und ermöglicht die maschinelle Erfassung und Zuordnung von Versorgungsgütern und logistischen Einheiten.
GS1-Standards stellen hierfür standardisierte Identifikationsschlüssel und Datenstrukturen bereit. Die Technische Lieferbedingung TL A-0032 beschreibt Kennzeichnungsanforderungen für ihren jeweiligen Anwendungsbereich.
Typische Identifikationsinhalte: GTIN/Artikelidentifikation, Charge bzw. Los, Seriennummer und SSCC für Transporteinheiten – jeweils nur soweit im konkreten Anwendungsfall vorgesehen. Als Datenträger können GS1-128 und GS1 DataMatrix relevant sein. Die GS1 Application Identifier (AI) definieren die Bedeutung der enthaltenen Daten, z. B. (01) GTIN, (10) Charge, (21) Seriennummer und (00) SSCC.
Typische Anforderungen:
-
Standardisierte Identifikation von Versorgungsgütern und Verpackungen.
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Maschinenlesbare Kennzeichnung mit geeigneten Datenträgern.
-
Korrekte Struktur der geforderten Identifikationsdaten.
-
Ausreichende Codequalität für eine zuverlässige Erfassung.
USA / DoD: IUID, MIL-STD-130 und DFARS
IUID (Item Unique Identification) bezeichnet die eindeutige Identifikation einzelner Gegenstände im US-Verteidigungsbereich.
MIL-STD-130 beschreibt Anforderungen an die physische Identifikationskennzeichnung militärischer Gegenstände. Ergänzend können vertragliche Vorgaben und Bestimmungen der DFARS 252.211-7003 relevant sein.
Für IUID-Anwendungen wird insbesondere Data Matrix ECC 200 als maschinenlesbarer Datenträger eingesetzt. Die Identifikationsdaten müssen in einer definierten Struktur vorliegen. Dazu gehören beispielsweise Construct 1, mit einer Serialisierung innerhalb eines Unternehmens, und Construct 2, mit einer Serialisierung innerhalb einer Teilenummer. Als Unternehmenskennung kann dabei der CAGE-Code (Commercial and Government Entity Code) verwendet werden, der ein Unternehmen eindeutig identifiziert.
Typische Anforderungen:
- Eindeutige Identifikation kennzeichnungspflichtiger Einzelgegenstände.
- Definierte IUID-Datenstruktur.
- Geeignete und ausreichend beständige Kennzeichnung.
- Prüfbarkeit der optischen Codequalität und der enthaltenen Daten.
Von der Kennzeichnung zur geprüften Identifikation – REA-Technologien im Überblick
Eine zuverlässige Identifikation besteht aus zwei wesentlichen Aufgaben: Zunächst werden die erforderlichen Informationen auf das Produkt oder die Verpackung aufgebracht. Anschließend kann geprüft werden, ob der Code die geforderte optische Qualität besitzt und ob seine Datenstruktur den unterstützten Vorgaben entspricht.
Schritt 1: Codes kennzeichnen mit Tinte, Etikett oder Laser
Je nach Material, Oberfläche, Produktionsprozess und geforderter Beständigkeit stehen unterschiedliche Kennzeichnungstechnologien zur Verfügung.
Variable Texte, Barcodes und 2D-Codes direkt auf geeignete Produkte und Verpackungen drucken – flexibel und in industrielle Prozesse integrierbar.
Etiketten mit variablen Informationen bedrucken und automatisiert auf Produkte, Kartons und Transporteinheiten applizieren.
Seriennummern, Klarschrift und Data-Matrix-Codes dauerhaft und präzise auf geeigneten Materialien markieren.
Schritt 2: Codequalität und Datenstruktur prüfen
Eine maschinenlesbare Kennzeichnung muss nicht nur vorhanden, sondern auch zuverlässig erfassbar und inhaltlich korrekt aufgebaut sein.
Für diese Anforderungen kombiniert REA das Codeprüfsystem REA VeriCube mit der Softwareoption REA ScanLink.
Die Qualität maschinenlesbarer Codes anhand geeigneter Prüfstandards messen und dokumentieren.
Softwareoption ergänzt die optische Codeprüfung um die regelbasierte Validierung unterstützter Datenstrukturen nach AIT und IUID.
Codequalität und Datenstruktur prüfen – mit REA VeriCube und REA ScanLink
Ein optisch hochwertiger Data-Matrix-Code kann dennoch fehlerhaft strukturierte Identifikationsdaten enthalten.
- Der REA VeriCube bewertet die optische Codequalität nach geeigneten Prüfstandards. Je nach Codeart und Kennzeichnungsverfahren können beispielsweise ISO/IEC 15416, ISO/IEC 15415 oder ISO/IEC 29158 relevant sein.
- REA ScanLink ergänzt die Prüfung um die Kontrolle unterstützter Datenstrukturen. Für Anwendungen in der Verteidigungsindustrie stehen spezifische Prüfprofile zur Verfügung:
- Prüfprofil „ait“ – Bundeswehr: Unterstützt die regelbasierte Prüfung hinterlegter GS1-Datenstrukturen anhand der Anforderungen der TL A-0032.
- Prüfprofil „iuid“ – US-Defense: Unterstützt die Prüfung hinterlegter IUID-Datenstrukturen nach MIL-STD-130N, einschließlich Construct 1 und Construct 2.
Zwei Prüfaufgaben – eine kombinierte Lösung
Der REA VeriCube bewertet die optische Qualität des Codes. REA ScanLink prüft ergänzend die Datenstruktur anhand des ausgewählten Prüfprofils.
Damit können Zulieferer die Kennzeichnungsqualität kontrollieren, unterstützte Datenstrukturfehler erkennen und Prüfergebnisse dokumentieren – beispielsweise in der Produktion sowie bei der Wareneingangs- und Warenausgangskontrolle.
Die Kombination unterstützt die Qualitätssicherung, ersetzt jedoch nicht die Prüfung aller weiteren vertraglichen oder normativen Anforderungen.
- Telefon +49 6154 638 204
- Mobil +49 171 4407268
- E-Mail wweigelt@rea.de
Die Kennzeichnung in der Verteidigungsindustrie erfordert mehr als einen maschinenlesbaren Barcode oder Data-Matrix-Code. Neben der optischen Codequalität ist die korrekte Struktur der Identifikationsdaten entscheidend. Das gilt insbesondere für die Kennzeichnungsanforderungen der Bundeswehr nach AIT/GS1 und TL A-0032 sowie für die IUID-Vorgaben des US-Verteidigungsministeriums nach MIL-STD-130.
REA bietet mit dem REA VeriCube eine Lösung zur normbasierten Prüfung der optischen Codequalität. Die Softwareoption REA ScanLink ergänzt diese um die regelbasierte Prüfung unterstützter AIT- und IUID-Datenstrukturen.
Wilfried Weigelt, Bereichsleiter REA VERIFIER, verfügt über langjährige Erfahrung in der standardisierten Qualitätsprüfung von Barcodes und 2D-Codes. Seine Expertise umfasst insbesondere die Bewertung der Codequalität und die Anforderungen internationaler Prüfstandards.
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AIT bezeichnet Technologien und Verfahren zur automatischen Identifikation von Gütern. IUID beschreibt dagegen die eindeutige Identifikation einzelner Gegenstände im US-DoD-Kontext. Die Konzepte unterscheiden sich insbesondere hinsichtlich ihrer Zielsetzung und der verwendeten Identifikationsstrukturen.