Verlässliche Kennzeichnung für hippes Mixgetränk
20.000 Dosen pro Stunde, maximale Codequalität und reibungslose Produktwechsel: In der neuen Halle von Krämer sorgen REA Kennzeichnungssysteme für sichere Prozesse bis zur Palette. Erfahren Sie, was hinter dem Erfolgskonzept steckt!
Deutschlands bekanntester Apfelwein kommt aus dem Odenwald: BEMBEL-WITH-CARE. Er nennt sich auch gerne „Dosenobst“, da er in Getränkedosen angeboten wird, die nach Geschmacksvarianten verschiedene Farben haben. Für die Kennzeichnung der Trays und Paletten setzt das Traditionshaus auf einen Nachbarn mit Weltruf: REA Elektronik.
Apfelwein ist das Getränk der Hessen. BEMBEL-WITH-CARE peppt in den Nuller-Jahren sein etwas in die Jahre gekommenes Image auf und macht ihn unter jungen Erwachsenen beliebt: pur, süß oder sauer gespritzt, mit Kirsch- oder Cola-Geschmack und zudem noch in farbigen Dosen verpackt. Trays mit je 24 Dosen werden zum beliebten Party-Mitbringsel. Das Wortspiel im eingängigen Namen ebnet dem Getränk den Weg in internationale Märkte.
Für die Herstellung kooperieren die Erfinder von BEMBEL-WITH-CARE ab 2008 mit der Kelterei Krämer im Stadtteil Beerfurth des Odenwälder Ortes Reichelsheim. 2020 übernimmt Krämer die Marke und entwickelt sie weiter. Mit Erfolg. 2023 zieht die Traditionskelterei, alle Prozesse vom Keltern bis zum Vertrieb am Standort im Odenwald zusammen, wo der Familienbetrieb 1928 gegründet worden war. Dafür baut Krämer eine neue Produktions- und Lagerhalle mit einer neuen Dosen- und Mehrweg-Füllstraße. Heute können dort 20.000 Dosen beziehungsweise 10.000 Flaschen pro Stunde befüllt werden.
„Von Anfang an gut beraten“
Im Sinne der Nachhaltigkeit hat Krämer für den gesamten Neubau nach regionalen Partnern gesucht – auch für die Inline-Kennzeichnung der Trays und Versandpaletten. Den Zuschlag bekam REA Elektronik mit Stammsitz im nur etwa 25 Kilometer entfernten Mühltal. Seine Produkte sind von Industrieunternehmen in der ganzen Welt gefragt – REA entwickelt und fertigt nach wie vor ausschließlich in Deutschland. „Für uns war wichtig, dass REA ein Unternehmen aus der Region ist“, sagt Produktionsleiter Jonathan Jekel. „REA hat darüber hinaus den Zuschlag bekommen, weil seine Ansprechpartner uns von Anfang an gut beraten haben, verstanden haben, worauf es bei uns ankommt, und auf unsere Wünsche eingegangen sind.“
Schon während der Planungsphase für die neue Halle wurde REA in die Anlagenplanung eingebunden. Bei einem Vor-Ort-Termin wurde gemeinsam mit REA die Auslegung der Kennzeichnungssysteme für die Fertigungslinien besprochen. Ein REA LABEL Etikettiersystem mit integriertem CAB-Druckmodul druckt und appliziert die Tray-Labels mit Artikelnummer (EAN), Produktname und Mindesthaltbarkeitsdatum im Durchlauf. Am Ende der Produktionslinie kennzeichnet ein REA LABEL Palettenetikettierer zwei Seiten der Versandpalette mit einem GS1-Paletten-Label, das alle wichtigen Informationen enthält. Für die Datensteuerung der beiden Etikettiersysteme lieferte REA einen Industrie-PC mit Loftware NiceLabel Etikettensoftware und unterstützte Krämer bei der Implementierung.
Schneller Produktwechsel
„Weil wir ein so vielfältiges Sortiment haben und zudem auch noch für andere Anbieter abfüllen, muss die ganze Anlage einen schnellen Produktwechsel vollziehen können“, so Jekel. Gerald Peter, Leiter von REA LABEL, ergänzt: „Der Industrie-PC mit NiceLabel Software, mit dem Krämer die beiden REA Systeme bedient, bezieht alle notwendigen Informationen aus der Datenbank. Unser Expertenteam prüft zudem sorgfältig, dass Etiketten und Farbbänder optimal aufeinander abgestimmt sind. Dies garantiert ihnen die höchste Codequalität und stets verlässliche Druckergebnisse. So stellen wir sicher, dass die Etiketten der Paletten und Trays ohne Probleme im Wareneingang oder an der Supermarkt-Kasse gelesen werden können.“
Der Neubau in Reichelsheim-Beerfurth erfolgte in herausfordernden Zeiten. „Die weltweiten Lieferkettenprobleme betrafen auch den Palettenetikettierer“, erinnert sich Jekel. „Aber REA hat eine unkomplizierte Zwischenlösung entwickelt, bis alle Teile verfügbar waren und das System installiert werden konnte.“
In der Produktionslinie erreichen die in Schrumpf-Folie eingeschweißten Trays mit 24 Dosen zunächst das REA LABEL Durchlaufdruckspende-System. Das System druckt das passende EAN-Etikett und appliziert es im Durchlauf auf der Oberseite. Anschließend werden mehrere Trays zu einer Palette hochgestapelt, die mit Folie umwickelt über ein Förderband den Palettenetikettierer erreicht. Die Palette wird gestoppt und auf der kurzen und der langen Seite mit dem GS1-Label versehen.
Seit Lieferung der beiden REA Systeme, ihrer Installation, dem erforderlichen Finetuning des Zusammenspiels mit der Produktionslinie sowie der Schulung der Mitarbeiter laufen die Systeme. Man sieht oder spricht sich derzeit höchstens noch, wenn der Vorrat an Verbrauchsmaterialien aufgestockt werden muss. Das könnte sich bald ändern. „Wenn wir neue Tintenstrahldrucker zur Kennzeichnung der Einzelgebinde, also Dosen, brauchen, könnte das Anlass für den Ausbau unserer Partnerschaft sein“, so Jekel.
- Telefon +49 6154 638-0
- Mobil +49 151 15057381
- E-Mail gpeter@rea.de
Gerald Peter ist seit über einem Jahrzehnt Bereichsleiter von REA LABEL, dem Geschäftsbereich für industrielle Etikettiertechnik bei REA Elektronik. In seiner Rolle treibt er die strategische Weiterentwicklung kundenspezifischer Etikettiertechnik- und Automationslösungen voran und verbindet technologische Expertise mit tiefem Branchenverständnis – vom Etikettenspender bis zur vollintegrierten Sonderlösung für moderne Produktions- und Logistikprozesse. Mit seiner langjährigen Erfahrung in Vertrieb, Systemintegration und technischen Lösungen ist er anerkannter Ansprechpartner für effiziente, zuverlässige Etikettierlösungen „Made in Germany“.